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Erläuterungen zur Lektion
Im Gegensatz zu vorherrschenden Meinungen über Bergvölker ist der Bayer selbstverständlich auf der Höhe der Zeit und nutzt die neuesten Kommunikationsmittel. Deshalb bestellt er sein Hotelzimmer über das Internet. Das hat zwar mit einem Bayrischsprachkurs nicht direkt zu tun, sorgt aber für Aufklärung.
Anstelle von 'Richtig' oder 'Korrekt' bevorzugt der Bayer zur nachdrücklichen Richtigstellung eines Sachverhalts eher Ausdrücke wie 'Gwis' ('Gewiss') oder 'Gnau' ('Genau'). Eine Erweiterung in diesem Zusammenhang sind die sehr beliebten Wendungen 'pfailgrōd' ('Pfeilgerade') und 'Aggurād' ('Akurat').
Der Ausdruck 'Vielen Dank' wird durch ein einfaches 'Dangsche' ersetzt oder aber wie im oben genannten Beispiel durch die vielbenutzte eingebayrischte Form des französischen 'Merci', eben 'Meàsi'. So wie dieses einfache Wort findet sich eine Vielzahl an französischen Wörtern im Bayrischen.
Mit 'mai' ist hier nicht der Monat gemeint, sondern ein ausgesprochen häufig verwendeter und typischer bayrischer Idiomatismus. Es handelt sich wohl um eine Kurzform von 'mein Gott', das im Hochdeutschen im gleichen sprachlichen Umfeld gebraucht wird ('Mein Gott sind wir müde').
Wenn man sagt, man ist 'hi' ('hin') meint man damit nicht immer das allerletzte Stadium, in das unser Körper irgendwann eintritt, sondern eines der Stadien davor, in denen man sich körperlich sehr ermattet fühlt.
Der Gebrauch der Possessivpronomina ('...Eàna...') weist in der Höflichkeitsform Besonderheiten auf: anstelle von 'Ihr Gepäck' sagt man 'Eànane Sachan', 'Ihr Junge' wird zu 'Eàna Buà'. Ansonsten zeigen die besitzanzeigenden Fürwörter, wie man 'mein', 'dein', 'unseres' usw. sprachwissenschaftlich bezeichnet, keine Abweichungen ('mai', 'dai', 'unsas'). Noch etwas: man sagt für 'das ist meiner' mit Artikel 'des is da mainige'.
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