Im Duden steht das Wort 'Grant' für (bayr., österr.) 'Übellaunigkeit, Unmut'. In Bayern reicht die Palette des Granteln von der vorübergehenden Mißmutigkeit des Sprechers bis hin zur grundlegenden Lebenseinstellung. Im letzteren Fall kommen dem Grantler ausschließlich muffig-rüde Wörter über die Lippen, die auch aus nächster Nähe nicht immer zu verstehen sind. Der Grantler ist nicht zwangsläufig auf Gott und die Welt sauer, es kann auch der Versuch sein, die eigentlichen Gefühle zu verstecken. Oft dient das Granteln der Klarstellung schwebender Konflikte: Beis Zähnd zam und machs Mei auf, wenndawosnedbasd! ('Beiss die Zähne zusammen und mach den Mund auf, wenn dir etwas nicht passt!'). Oft folgt danach ein reinigendes Gewitter.
 

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